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Mičovice – Mitschowitz.

Südböhmische Gemeinde im ehemaligen Landkreis Prachatice, 3 km süd-westlich von Lhenice, 13 km von Prachatice.

Geschichte der Gemeinde Mičovice geht bis in die erste Hälfte des 13. Jh., wo sie als ein Dorf auf dem Gebiet des Klosters Golden Krone gegründet wurde. Besiedlung dieses Gebietes beweisen zahlreiche archäologische Funde von Graphitgefäße- und Vorrat Behälterscherben. Erste schriftliche Erwähnung ist aus dem Jahr 1400. Die erste Besiedlung dieses Gebietes hat wahrscheinlich einen engen Zusammenhang mit der Burgstätte Vrata nad Jámou aus der späten La-Tene-Zeit. Die Bevölkerung lebte von der Landwirtschat und vom Wald, es gab auch kleinere Handwerker. Die Heere des Passauer Bischofs Leopold haben das Gebiet während des dreißigjährigen Krieges ausgeplündert. Es hat mehrere Jahre gedauert, bis das Leben erneuert wurde.

Im Jahr 1886 wurde in Mičovice das neue Schulhaus gebaut, welches bis seiner Auflösung im Jahr 1974 diente. Seit dem Jahr besuchen die Kinder die Schule im Nachbarort Lhenice.

Die Gemeinde war immer tschechisch und deutsch sprachig, Ortsteile Frantoly und Klenovice waren bis Jahr 1945 mit deutscher Bevölkerung besiedelt. Beide Nationen lebten mit einender sehr friedlich bis Jahr 1935, wo die Sudetendeutsche Partei im Grenzraum stärker wurde. Im Oktober 1938 nach dem Münchner Abkommen wurden die Ortsteile Frantoly und Klenovice zum Deutschen Reich angeschlossen und wurden ein Teil der Bayerischen Ostmark mit Niederlassung im Bayreuth, die Stadt Prachatice wurde eine Landratsstadt. Auch die Gemeinde Mičovice und ihr heutiger Ortsteil Jáma wurden in den ersten Tagen des Anschlusses eingenommen und nach drei Wochen wieder an die Tschechoslowakische Republik zurückgegeben. Die Staatsgrenze zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland führte unmittelbar bei Mičovice über Jáma und Ratiborova Hora.

Im Mai 1945 wurde die Gemeinde von der amerikanischen Armee befreit, die Heer wurde dann in den Schulen in Mičovice und Frantoly bis Oktober 1945 untergebracht. Nach der Aussiedlung der deutschen Bevölkerung im Jahr 1945 und 1946 besiedelten Klenovice tschechische Bürger aus der nahen Umgebung, nach Frantoly und später 1957 eingeebnetes Dorf Maloníin (Pleschen) kamen Tschechen und Slowaken aus der Slowakei und aus Rumänien. Viele waren hartem Leben in Šumava nicht gewöhnt und die meisten zogen mittlerweile weg. Im Jahr 1962 wurden ehemaligen selbständigen Gemeinden Frantoly, Jáma, Klenovice, Mičovice und Ratiborova Lhota in ein Verwaltungsgebiet vereint – die Gemeinde Mičovice, was noch heute ist, trotz der kurzen Zeit 1985 bis 1990, wo die Gemeinde mit Lhenice vereint wurde. Der Gemeinde ist es gelungen neue Straßen, Wasserreservoir, Wasser- und Abwasserleitungen, Verkaufsladen und Kultursaal, öffentliche Beleuchtung, Spielplatz usw. zu erbauen.

Bedeutsame Sehenswürdigkeit der Gemeinde ist die Hl. Philip und Jakob Kirche in Frantoly aus dem 14. Jh., barockumgebaut nach einem Brand im Jahr 1754. Ortsteil Klenovice ist ein Dorf mit typischen Barockgiebeln an den Bauernhäusern. Ortskern der Gemeinde Jáma zieht.